Diabetes (bzw. Diabetes mellitus, griechisch für "honigsüßer Durchfluss") ist ein Sammelbegriff für verschiedene Stoffwechselstörungen. Hauptsymptom ist ein erhöhter Blutzuckerwert. Diabetes ist die Volkskrankheit Nr. 1 in Deutschland. Laut der International Diabetes Federation 2015 sind hierzulande derzeit über sieben Millionen Menschen wegen Diabetes in ärztlicher Behandlung. Schätzungsweise weitere zwei bis drei Millionen sind erkrankt, ohne es zu wissen. Damit leidet etwa jeder zehnte Bundesbürger an dieser Krankheit, die sich seit Jahren auch weltweit immer mehr ausbreitet.idfdiabetes2015

Was Sie wissen sollten

Stichwort Insulin – so entsteht Diabetes

Insulin ist ein von der Bauchspeicheldrüse produziertes Hormon, dem bei der Entstehung von Diabetes eine Schlüsselrolle zukommt. Insulin ist dafür verantwortlich, dass die Körperzellen den Zucker aus dem Blut aufnehmen können.patientenleitlinie2015

Exkurs: der Zuckerstoffwechsel (Glukosestoffwechsel)

Für eine normale Funktion der Körperorgane wird  Energie benötigt. Die wichtigste Energiequelle der Zelle ist Glukose (Einfachzucker). Glukose wird über die Nahrung aufgenommen und gelangt als Folge der Verdauungsvorgänge in den Blutkreislauf. Ein gesunder Zuckerstoffwechsel sorgt nun durch ausreichende Freisetzung von Insulin dafür, dass die Glukose in die Zellen gelangt. Bei einem Diabetes-Patienten hingegen produziert der Körper zu wenig Insulin bzw. die Insulinwirkung ist eingeschränkt – dies hängt vom Diabetes-Typ ab. Als Folge kann die Glukose nicht im erforderlichen Maß von den Zellen aufgenommen werden. Sie verbleibt im Blut, sodass dieses "überzuckert".

Zusammenfassung:
Bei Diabetes erbringt das insulinabhängige Regulationssystem des Körpers nur eingeschränkte Leistung und der Glukosespiegel erhöht sich.

Die verschiedenen Diabetes-Arten

Die Gefahren kennen – auf Symptome achten

Was die Erkrankung Diabetes so gefährlich macht, ist der Umstand, dass sie zunächst keine schmerzhaften Symptome verursacht. Je nach Diabetes-Typ treten die Symptome unterschiedlich stark und schnell auf.

Während sich der Typ-2-Diabetes und seine Symptome eher schleichend entwickeln, macht sich der Typ-1- Diabetes durch plötzliche Symptome wie z. B. Gewichtsverlust innerhalb kurzer Zeit, deutlich bemerkbar.

Unabhängig vom Diabetes-Typ sollte der Blutzuckerspiegel dauerhaft gut eingestellt werden, da erhöhte Blutzuckerspiegel langfristig zu Schäden an Gefäßen und Nerven führen können. Hierfür ist es natürlich notwendig, dass Sie die Erkrankung an ihren Symptomen erkennen und einen Arzt aufsuchen.s3typ1diabetes,versorgungsleitlinietyp2diabetes