Diabetes ist eine ernstzunehmende Erkrankung. Das gefährliche ist, dass der bei allen Diabetes-Typen vorkommende erhöhte Blutzuckerspiegel an sich keine Schmerzen verursacht und die eher allgemeinen Symptome häufig nicht erkannt werden. Da ein langfristig erhöhter Blutzuckerspiegel viel Schaden im Körper anrichten kann, ist es wichtig einen vorliegenden Diabetes rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln. Dazu ist die Kenntnis der Symptome der erste Schritt.

Die Intensität der Symptome und die Geschwindigkeit des Auftretens hängen vom Diabetes-Typ ab.


Häufigste Symptome

Der Typ-1-Diabetes ist die auffälligste Diabetes-Art: Die defekte Bauchspeicheldrüse und der folglich stark sinkende Insulinspiegel machen sich ganz plötzlich durch Symptome wie ungewöhnlich starkem Durst und häufigem Wasserlassen bemerkbar. Häufig kommt es auch zu einem raschen Gewichtsverlust. Je nach Ausprägung dieser Symptome denken Betroffene nicht zuerst an Diabetes. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie mehrere dieser Symptome bei sich bemerken.s3typ1diabetes

Die beim Typ-2-Diabetes vorliegende Unempfindlichkeit der Zellen gegenüber Insulin und der Insulinmangel entwickeln sich zu Beginn im Vergleich zum Typ-1-Diabetes sehr schleichend. 

Das bedeutet, dass sich auch die Symptome nur langsam und weniger ausgeprägt zeigen. Unter Umständen gewöhnen sich Betroffene auch an unauffällige Symptome wie vermehrtes Wasserlassen und Trinken und erkennen diese nicht mehr als ungewöhnlich. Daher besteht gerade bei diesem Diabetes-Typ die große Gefahr, dass die Erkrankung spät erkannt wird. Häufig wird Typ-2-Diabetes zu spät diagnostiziert und der erhöhte Blutzuckerspiegel hat bereits Folgeschäden verursacht.versorgungsleitlinietyp2diabetes

Beim Schwangerschaftsdiabetes verhält es sich ähnlich wie beim Typ-2-Diabetes: Der Blutzuckerstoffwechsel gerät langsam aus dem Gleichgewicht. Allerdings ist es hier nicht nötig, dass die Betroffenen selbst ihren Diabetes erkennen, da entsprechende Untersuchungen heute zum Standard bei Kontrolluntersuchungen im Zuge einer Schwangerschaft zählen.s3gestationsdiabetes Mehr über Art und Zeitpunkt dieser Untersuchungen erfahren Sie im Abschnitt Schwangerschaftsdiabetes erkennen.

Symptome im Detail

Typ-1- und Typ-2-Diabetes

Die Symptome von Typ-1- und Typ-2-Diabetes überschneiden sich. Allerdings treten sie unterschiedlich plötzlich und intensiv und in verschiedenen Lebensabschnitten auf. So kann sich Typ-1-Diabetes bereits im Kindesalter bemerkbar machen. Typ-2-Diabetes tritt dagegen häufig erst jenseits des 50. Lebensjahres auf.


Die verschiedenen Untersuchungen werden zu unterschiedlichen Zeitpunkten während der Schwangerschaft durchgeführt:kleinwechter2015

Bei Feststellung einer Schwangerschaft


24. - 28. Schwangerschaftswoche

Beim Nachweis eines Schwangerschaftsdiabetes erfolgt ein eingehendes Beratungsgespräch durch Ihren Arzt. Darüber  hinaus empfiehlt sich der Besuch einer Schulung, um bspw. das Blutzuckermessen zu erlernen und sich tiefergehend mit dem Thema Ernährung bei Schwangerschaftsdiabetes auseinanderzusetzen.