Mit fortschreitendem Alter häufen sich auch bei gesunden Menschen altersbedingte Einschränkungen – etwa des Bewegungsapparats oder der Sehkraft. Bei Menschen mit Diabetes können diese Einschränkungen krankheitsbedingt in stärkerer Form auftreten. Deshalb sollten gerade ältere Diabetes-Patienten versuchen, sich mit einem geeigneten Bewegungsprogramm und entsprechenden Hilfsmitteln so viel Unabhängigkeit wie möglich zu bewahren.zeyfang2015

 

Diabetes bei Senioren: Was Sie wissen sollten

Eigenständigkeit aufrecht erhalten

Krankheitsbedingte Einschränkungen können den Alltag gerade im höheren Alter sehr einschränken. Dennoch ist es das Ziel, dass Betroffene so lange wie möglich alle nötigen Maßnahmen selbstständig durchführen können. Gerade bei eingeschränkter Motorik oder abnehmendem Sehvermögen gibt es praktische Hilfsmittel wie zum Beispiel Therapiepläne in Großbuchstaben oder Teleskopspiegel, um die Betrachtung der Fußsohlen zu erleichtern. Neben Messgeräten, die besonders große Displays haben, werden im Markt auch Geräte mit beleuchteten Bildschirmen angeboten, die das Messen in der Nacht erleichtern.

Neben großen Teststreifen ist das Messen von Zuckerwerten ohne Stechhilfediscsensorfilament eine neuere Alternative, die den alltäglichen Umgang mit der Erkrankung nicht nur im Alter erleichtert. Um Betroffenen auch möglichst lange ein Leben in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen, kann auf sogenannte „altersgerechte Assistenzsysteme“ zurückgegriffen werden. Hierbei handelt es sich um Möglichkeiten, die Vitaldaten eines Patienten ständig zu erfassen, auszuwerten und bei Abweichungen Angehörige oder sogar den Notarzt zu benachrichtigen. Darüber hinaus können auch kleinere Hilfsmittel wie eine elektrische Herdabschaltung oder Eingangstüren, die durch einen Fingerabdruck steuerbar sind, die Eigenständigkeit von Senioren mit Diabetes unterstützen.


Fit im Kopf

Wenn Menschen im Alter häufiger mal ihre Brille verlegen oder Termine vergessen, kann die Ursache für das nachlassende Kurzzeitgedächtnis auch eine schlechte Blutzuckereinstellung sein. Auch eine erhöhte Müdigkeit, Antriebslosigkeit oder verminderter Appetit werden schnell als Depression wahrgenommen, können aber in Wahrheit ein Symptom für zu hohe Blutzuckerwerte sein. Diese erhöhten Werte haben einen negativen Einfluss auf den gesamten Organismus und können dazu führen, dass Organe zu wenig Energie erhalten. Fühlen sie sich dann müde und antriebslos wird die Vergesslichkeit noch stärker gefördert.

Aufpassen muss man hier vor einer Negativspirale, denn sinkt die Stimmung aufgrund einer schlecht eingestellten Therapie, neigen Patienten dazu Ihre Behandlung zu vernachlässigen, was zu noch schlechteren Blutzuckerwerten führt. Hier ist es wichtig, dass Menschen mit Diabetes in enger Abstimmung mit dem zuständigen Hausarzt oder Diabetologen einen individuellen Therapieplan erarbeiten, der sich auch an persönlichen Zielen und Umständen orientiert.


Einfluss der Wechseljahre

Wenn sich die Hormonproduktion in den Eierstöcken verringert, beginnen bei Frauen zwischen etwa 40 und 50 Jahren die Wechseljahre. Während manche Frauen keine Probleme damit haben, spüren Viele dagegen die hormonellen Veränderungen in Form von Hitzewallungen, Schlaflosigkeit oder Verstimmungen. Außerdem steigt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, weswegen Menschen mit Diabetes auf eine gesunde Lebensweise achten sollten. Wer sich an eine gesunde Ernährung und regelmäßige Bewegung hält sowie auf Zigaretten verzichtet, legt zumindest eine gute Basis um das Risiko von Herzinfarkt oder Schlaganfall zu verringern.

Dies hilft auch dabei, auf sein Gewicht zu achten – häufig sammelt sich überflüssiges Gewicht nämlich in den Wechseljahren am Bauch, was wiederrum über Signalstoffe die Entwicklung einer Arteriosklerose fördert. Bewegung wie Joggen, Schwimmen oder auch Wandern stärkt darüber hinaus die Knochen und das Immunsystem und senkt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. 


Praktische Helfer für den Alltag mit Diabetes

Hilfe im Alltag
Größere Teststreifen
Sensoren zum einfachen Scannen des Zuckerwerts oder größere Teststreifen zur leichteren Handhabung
Blutzuckermessgeräte mit großem Display
Zuckermessgeräte mit großem und beleuchteten Display
Therapieplan in Großschrift
Therapieplan in Großschrift
Teleskopspiegel zur Betrachung der Fußsohlen
Teleskopspiegel zur Betrachtung der Fußsohlen


FreeStyle Link-Empfehlung: Diabetes bei Senioren und Folge- und Begleiterkrankungen von Diabetes

Ungenügend behandelt, geht Diabetes mit zahlreichen Risiken einher. Informieren Sie sich hier im Detail.

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www.forum-fuer-senioren.de
Allgemeiner Treffpunkt für Senioren im Internet mit Informationen und Erfahrungsaustausch auch zum Thema Diabetes.

www.der-herzkranke-diabetiker.de
Informationen zu Risiken von Gefäßerkrankungen als Folge von Diabetes.

www.diabetes-auge.de
Auch für Laien verständliche Informationen rund um diabetische Augenerkrankungen wie  Retinopathie, Katarakt, Sekundärglaukom.

www.ag-fuss-ddg.de
Die Seite der AG der Deutschen Diabetiker Gesellschaft zur Verbesserung der  interdisziplinären Versorgung von Menschen mit Diabetes mellitus und Fußkomplikationen informiert umfassend über das Schwerpunktthema Diabetischer Fuß.

www.polyneuropathie-forum.de
Forum zum Thema Polyneuropathie mit eigener „Diabetiker-Ecke".

www.adipositasverband-international.de
Größtes deutschsprachiges Informations- und Diskussionsportal zum Thema Adipositas.