Ernährungsgrundlagen

Bei Menschen mit Diabetes kann die Verunsicherung hinsichtlich der künftigen Ernährungsregeln zumindest anfangs sehr groß sein.

Die Vorstellung großer Einschränkungen ist hier weit verbreitet. Aber stimmt das wirklich? Beginnt mit der Diagnose Diabetes ein Leben des zwangsweisen Verzichts?

Nein, das ist keinesfalls so. Im Grunde dürfen Sie als Mensch mit Diabetes weiterhin alles essen – spezielle Diabetiker- Lebensmittel können Sie getrost ignorieren. Dennoch können Sie natürlich mit Ihrer Ernährungsweise Ihre Erkrankung sowohl positiv als auch negativ beeinflussen. Im Folgenden stellen wir Ihnen ein paar Dos und Don'ts der Ernährung vor.


Dauerhaft und ausgewogen

Diabetes ist eine chronische Erkrankung. Eine befristete Diät greift also zu kurz – eine dauerhafte Umstellung der Ernährungsgewohnheiten ist unerlässlich, will man eine anhaltende positive Entwicklung erzielen. Dabei sollten sich Menschen mit Diabetes an dieselben Empfehlungen halten, wie sie auch für Nicht-Diabetiker gelten.

Die Regeln lauten hier: den Verzehr von Fett, Zucker und Salz reduzieren, dafür mehr ballaststoffreiche Lebensmittel wie Obst und Gemüse sowie Vollkornprodukte auf den Speiseplan setzen.deutschegesellschaftfürernährung2013 Ein Grundverständnis der Zusammensetzung Ihrer Nahrung ist dabei natürlich von Vorteil. Einen Überblick über die verschiedenen Nährstofftypen finden Sie im Anschluss.

Nährstoffe im Überblick - hierauf müssen Sie achten!

Ballaststoffe

finden sich in großer Menge in Vollkornprodukten sowie zahlreichen Obst- und Gemüsesorten. Ballaststoffe sind für Menschen mit Diabetes gleich doppelt vorteilhaft: Sie verlangsamen die Kohlenhydratverarbeitung und erhöhen die Insulinempfindlichkeit. Ballaststoffe dürfen daher reichlich verzehrt werden.

Kohlenhydrate

sind Energiespender, die beispielsweise reichlich in Getreide und Kartoffeln enthalten sind. Ein mehrmals täglicher Verzehr wird hier empfohlen. Kohlenhydrate lassen den Blutzuckerspiegel ansteigen und sind wichtige Energielieferanten für die Zellen. Diabetes-Patienten aufgepasst: Komplexe Kohlenhydrate (z.B. Vollkornprodukte) gehen langsamer ins Blut über, was Blutzuckerspitzen vermeidet.

Getränke

Fette

sollten nur in Maßen verzehrt werden, da sie sehr kalorienreich sind. Zudem empfiehlt es sich, ungesättigte Fettsäuren zu bevorzugen. Diese sind in pflanzlichen Produkten (z.B. Olivenöl) und Fisch enthalten - im Gegensatz zu gesättigten Fettsäuren, die in Lebensmitteln tierischen Ursprungs (Fleisch und Milchprodukte) enthalten sind.

Zucker

lässt natürlich im Zusammenhang mit Diabetes sofort alle Alarmglocken schrillen. Dennoch ist er keineswegs verboten, sondern darf in Maßen genossen werden. Bei einer akuten Hypoglykämie (Unterzucker) ist er unerlässlich!


Ernährung – Hilfe gegen Wissenshunger

Zusammen mit der eigenverantwortlichen Glukosemessung stellt die richtige Ernährung eine der Hauptherausforderungen für Menschen mit Diabetes dar. Gerade in der ersten Zeit nach der Diagnose kann man sich schnell überfordert fühlen. Aus diesem Grund gibt es ein umfangreiches Angebot an Ernährungsberatungen, die gezielt auf die Bedürfnisse von Diabetikern eingehen. Sprechen Sie hierzu Ihren Hausarzt oder Diabetologen an, die Ihnen erste Fragen beantworten und entsprechende Adressen weitergeben können.


FreeStyle Link-Empfehlung: Ernährung

Vertiefen Sie hier Ihr Wissen über diabetesgerechte Ernährung und erhalten Sie nützliche Tipps.

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www.das-ist-drin.de

Online und als iPhone App verfügbarer Food-Tracker, umfassende Nahrungs- und Genussmitteldatenbank, teilweise inklusive Angabe der BE.

www.ernaehrung.de/tipps/diabetes

Das Team beim Deutschen Ernährungsberatungs und -informationsnetz (Ärzte, Diätassistenten und Ernährungswissenschaftler) bietet hier gut sortiert umfassende Tipps für Diabetiker.

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Ein Informationsportal im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz mit umfassenden Informationen zu bewusster und gesunder Ernährung sowie mehr Bewegung.