Wenn ein Kind Diabetes hat, müssen Ernährung, Bewegung und Insulin so aufeinander abgestimmt werden, dass der Glukosespiegel möglichst wenig Schwankungen zeigt. Dies ist nicht immer möglich, was aber weder auf ein Versagen des Kindes noch der Eltern zurückzuführen ist. Natürlich möchten Sie Ihr Kind gut begleiten und ihm einen normalen Alltag ermöglichen. Im Folgenden finden Sie ein paar Verhaltens- und Erziehungstipps, die dabei hilfreich sein können.s3leitliniepädiatrischediabetologie


Immer in Bewegung – der kindliche Glukosespiegel

Schwankende Glukosespiegel sollten zwar vermieden werden – sie sind bei Kindern aber auch nichts Ungewöhnliches. Auch wenn Diabetes bereits seit langem Teil Ihres Familienalltags ist und Sie und Ihr Kind gelernt haben, souverän damit umzugehen, kann es immer mal wieder zu Stoffwechselentgleisungen oder einem suboptimalen HbA1c-Wert kommen. Betrachten Sie solche Vorkommnisse als "Ausrutscher", die sich nicht gänzlich vermeiden lassen, und lassen Sie sich davon nicht frustrieren. Denn Kinder bewegen sich unterschiedlich intensiv und unberechenbar.

Zudem essen sie oft nicht regelmäßig – auch wenn Sie als Eltern alles daran setzen, dass sie es doch tun. Und ganz wichtig: Sie wachsen - in manchen Phasen mehr, dann wieder weniger. All dies beeinflusst den kindlichen Stoffwechsel, was wiederum das Diabetesmanagement extrem erschwert.


Freiheit und Kontrolle mit Flash Glukose Messsystem

Eltern wissen, dass eine hundertprozentige Kontrolle von Kindern einfach nicht möglich – und in den seltensten Fällen auch wirklich sinnvoll ist. Andererseits ist das regelmäßige Durchführen von Glukosetests nötig, um Stoffwechselentgleisungen möglichst zu vermeiden. Da ist ein schlechtes Gewissen für Sie als Elternteil nahezu vorprogrammiert. Dazu gesellt sich der Zwiespalt, einerseits die Werte Ihres Kindes immer im Blick zu haben, und ihm andererseits möglichst viel "diabetesfreie" Zeit schenken zu wollen.

Entlastung kann ein sogenanntes Flash Glukose Messsystem bringen. Hierbei wird durch einen am Oberarm angebrachten Sensor kontinuierlich die Glukose in der Zwischenzellflüssigkeit des Fettgewebes Ihres Kindes gemessen.discglukosewerte

FreeStyle Libre – das Flash Glukose Messsystem

Geeignet für Kinder ab 4 Jahren.disckinderzulassung,discsensorfilament

Bequem


Der kleine Sensor misst die Glukosewerte kontinuierlich, aktualisiert jede Minute und speichert die Datenmenge von 8 Stunden. Tag und Nacht.discsensorfilament

Einfach


Der FreeStyle Libre Sensor ist wasserfest und kann beim Baden, Duschen, Schwimmen und beim Sport getragen werden.discsensorwasserfest

Unauffällig


Zum Testen des Glukosespiegels halten Sie einfach das Lesegerät an den Sensor – sekundenschnell haben Sie das Ergebnis. Das Scannen funktioniert auch, wenn Ihr Kind Kleidung trägt.disclesegeraet

Anwenderfreundlich


Bei jedem Scan erhalten Sie den aktuellen Glukosewert, die Glukosedaten der letzten acht Stunden und einen Trendpfeil, der angibt, in welche Richtung sich der Glukosewert Ihres Kindes bewegt.

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Starkes Selbstbewusstsein für einen starken Umgang mit Diabetes

Ein starkes Selbstbewusstsein hilft Ihrem Kind, Diabetes zu akzeptieren. Auch in der Gruppe kommt es besser zurecht, wenn es eine gute Meinung von sich hat und sich etwas zutraut.

Selbstbewusste Kinder können ihre Interessen vertreten und zu ihren Bedürfnissen stehen. Das ist auch für die Diabetestherapie wichtig. Ein wertvoller Treibstoff für ein gutes Selbstbewusstsein sind Anerkennung, Lob und Bestätigung. 

Oft sind kleine Bemerkungen wie „Das hast du gut hinbekommen!“ völlig ausreichend. Sie bewirken mehr als überschwängliche Lobeshymnen. Tappen Sie nicht in die Falle, Ihr Kind zu sehr behüten und beschützen zu wollen. Es wächst daran, wenn es einen Streit oder einen Misserfolg bewältigen kann. Lassen Sie Ihr Kind eigene Erfahrungen machen. Übernehmen Sie nicht gleich das Ruder, wenn etwas nicht sofort klappt. Bieten Sie vielmehr an, es bei seinem zweiten Versuch zu unterstützen.


FreeStyle Link-Empfehlung: Kinder mit Diabetes

Tauschen Sie sich hier mit anderen Eltern und Fachleuten aus und erhalten Sie nützliche Tipps.

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www.bund-diabetischer-kinder.de

Der BdKJ setzt sich für die Interessen diabetischer Kinder und Jugendlichen ein.

www.diabetes-online.de/eltern_betreuer

Online-Ausgabe des Diabetes-Eltern-Journals - aktuelle News, Terminkalender und für Heftabonnenten verfügbares Heftarchiv.

www.diabetes-kids.de

Das Forum der privaten Initiative Diabetes-Kids ist aktuell die größte virtuelle deutschsprachige Selbsthilfegruppe für Kinder und Jugendliche mit Diabetes mellitus und deren Eltern.

www.stiftung-dianino.de

Unter dem Motto "Kind sein. Trotz Diabetes." bietet die gemeinnützige Stiftung hier umfassende, verständliche Informationen, Anlaufstellen und Unterstützungsangebote.


Diabetes? Ist doch völlig normal.

Stellen Sie das Thema Diabetes nicht über alles. Geben Sie Ihrem Kind die Chance, einen normalen Alltag zu leben, mit Spiel und Sport, Kindergeburtstagen und Übernachtungsbesuchen. Binden Sie Ihr Kind in die Therapie ein. Üben Sie mit ihm, Nahrungsmittel einzuschätzen und Insulindosen zu berechnen. Nutzen Sie dabei seinen Spaß an der Technik. Vermitteln Sie Ihrem Kind, dass es nichts für seinen Diabetes kann. Das hilft ihm, sich nicht schlecht oder anders zu fühlen.


Diabetes und Kinderbetreuung – auch in Abwesenheit ein gutes Gefühl

Verständlicherweise sorgen Sie sich, ob Ihr Kind in Kindergarten oder Schule, auf der Klassenfahrt oder bei Freunden und Verwandten gut versorgt ist. Schön ist es, wenn Sie darauf vertrauen können: Ihr Kind kann gut mit seiner Erkrankung umgehen und äußert klar seine Bedürfnisse. Zudem gewinnen Sie Sicherheit, wenn betreuende Personen vom Diabetes Ihres Kindes wissen. Informieren Sie Erzieher, Lehrer, Eltern von Freunden Ihres Kindes und auch Ihre Familienmitglieder in einfachen Worten darüber, was Diabetes bedeutet.

Dramatisieren Sie dabei nicht. Ihr Kind muss zwar auf seinen Glukosespiegel achten, aber es ist ein normales Kind und genauso leistungsfähig wie andere auch. Es braucht keine Sonderbehandlung.



Hilfe im Notfall

Teilen Sie betreuenden Personen unbedingt mit, welche Symptome mit einer aufkommenden Unterzuckerung einhergehen. Hilfreich sind hier Informationsbroschüren wie zum Beispiel „Kinder mit Diabetes in der Schule“ und „Kinder mit Diabetes im Kindergarten“ von der Arbeitsgemeinschaft für Pädiatrische Diabetologie e.V. (AGPD).
Natürlich müssen potenzielle Helfer auch erfahren, was Ihr Kind im Notfall braucht. Klären Sie ab, ob jemand bereit ist, Ihrem Kind gegebenenfalls eine Spritze zu injizieren.

Darüber hinaus helfen einfache Vereinbarungen, damit in Kindergarten und Schule sowie bei Freunden und Verwandten alles glatt läuft. Verabreden Sie beispielsweise, dass Ihr Kind jederzeit etwas essen und trinken darf, seinen Glukosespiegel kontrollieren und sich in Ruhe Insulin spritzen kann.